SCHWABENREPROPARS PRO TOTONEUER KUNSTVERLGMEINPROOF.DENEUER SPORTVERLAG
 

Schmetterlings-Flug - Malereien & Skulpturen
Hans Mendler

ISBN 3-938023-09-0
ISBN 978-3-938023-09-9

Deutsch
2005, 70 Seiten

29,7 x 23 cm, farbig,
Hardcover, 47 Bilder

Erscheinungstermin:
01.10.2005

EUR 24,90

Inhalt Beispielseiten Bestellen

 

Schmetterlings-Flug - Malereien & Skulpturen

Hans Mendler

 

EUR 24,90

 

Inhalt:

 

Auszug aus dem Text von Christina Ossowski:

Die Sommer im ungarischen Szekcsö sind heiß, Kühlung verspricht nur das Wasser der Donau, ganz in der Nähe von Hans Mendlers Atelier. Dennoch inspirieren den Künstler gerade diese Sommer in Ungarn zu neuen Varianten seiner abstrakten Malerei. Einer plötzlichen Eingebung folgend, färbte er im letzten Jahr verschiedene, zufällig in die Hände genommene Gegenstände ein und druckte sie auf ein am Boden liegendes, nicht grundiertes Stück Zeltplane ab. Was wie ein zweckfreies, lustbetontes Spiel begann, wurde zum Impulsgeber für heftige Aktivitäten. Emotionen kamen ins Spiel, denn der Zufall löste ungeahnte Vorstellungsbilder aus. Sinnliche und anschauliche Formen ließen sich assoziativ verschiedenen Gedächtnisbildern zuordnen. Noch vor Ort entstanden so drei extrem lange Leinwände (Seiten 47-51): „Flußlauf“ mit wenigen, über die ganze Fläche verteilten Zeichen, die Abdrücken im Sand gleichen; „Kopf & Spuren“ mit dicht plazierten, ebenso im Abklatschverfahren erzeugten rätselhaften Formen in Blau, Weiß und Schwarz und „Kraft der Steine“, in dem rote und gelbe Zeichen den Dreiklang Blau-Weiß-Schwarz bereichern. In der zuletzt genannten Arbeit beginnen die bis dahin voneinander abgegrenzten Formen ineinander zu fließen. Instinktiv hat Hans Mendler beim Spiel mit den abgedruckten Farbgebilden erfaßt, daß der zufällig gesetzte Farbfleck ein Ausgangspunkt für neue Bildvorstellungen sein kann, ein Antriebsmoment für neue Möglichkeiten in seiner Malerei bietet.

 

Das Abklatschverfahren – die Decalcomanie – war Mitte der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts von den Surrealisten in die Malerei eingeführt worden, als ein technisches Mittel, das halluzinatorische Fähigkeiten des Geistes steigern und „Visionen“ auslösen kann (Max Ernst). Dabei wird auf eine Fläche aufgetragene Farbe auf einer zweiten Farbfläche abgedrückt – die Flächen werden wieder auseinander genommen: es entstehen phantastische Strukturen. Damit zwingt der „gelenkte Zufall“ die Inspiration herbei. Besonders Max Ernst erhielt durch den Umdruck von Farbträgern suggestive Fleckformationen, bei denen das Wachstümlich- Wuchernde zum Symbol für Unbewußtes und Verdrängtes wurde. Der elementare Spieltrieb des Menschen, seine Lust am Tätig sein ohne Regeln und Zwang wurde zum Ursprung neuer Bildschöpfungen.

 

Im Zusammenklang seiner Bildern und Skulpturen öffnet Hans Mendler einen alle Schranken hinter sich lassenden, offenen Spielraum, der im günstigsten Fall ein Bewußtsein für die unbegrenzten Möglichkeiten von Phantasie und Gestaltungskraft erzeugen kann.